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Übersicht der Betreuungsmöglichkeiten für Berliner Schul- und Kitakinder mit Behinderung

Posted in Allgemein, and Pinnwand

Es gibt derzeit viele Regelungen, die bei Eltern nicht unbedingt ankommen. Hier noch einmal eine Kurzinformation zu den verschiedenen Möglichkeiten. Um die Gruppen und damit das Infektionsrisiko innerhalb der Notbetreuung so gering wie möglich zu halten, sollten diese Möglichkeiten unbedingt auch in der genannten Reihenfolge geprüft.

1. Soweit durch den Wegfall von Schule/Kita mehr Hilfe benötigt wird, kann über das zuständige Jugendamt eine so genannte Einzelfallhilfe (EFH) beantragt werden. Diese kann entweder neu beantragt werden oder bestehende Hilfen ausgebaut werden. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat die Berliner Jugendämter angehalten, diese Hilfen unbürokratisch und ggf. formlos schnellstmöglich umzusetzen.

Hierbei kann auch temporär auf Unterstützungsleistungen außerhalb der regelhaften Angebote der Eingliederungshilfe zurückgegriffen werden!


Solch ein temporäres Angebot gibt es derzeit beispielsweise von den Specialsittern (https://specialsitter.de/).

2. Schulhelfer*innen können in die Familie kommen

In Absprache mit der jeweiligen Schule können Kinder mit Behinderung auch individuell unterstützt werden. Diese Unterstützung DARF an verschiedenen Orten erfolgen, sofern dies gut machbar ist und die Träger zustimmen. Dazu sollen zwischen Schulen und Trägern entsprechende Vereinbarungen getroffen werden.

Quelle dieser Information ist das Rundschreiben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie an alle Schulleitungen vom 31.03.2020 (Schreiben – 4). Dort heißt es: „Die Schulhelferinnen und Schulhelfer stehen auch während der Schulschließungen den anspruchsberechtigten Kindern und Jugendlichen in der Notbetreuung zur Verfügung. Darüber hinaus sind sie in Absprache mit der jeweiligen Schule bereit, Kontakt zu den von ihnen betreuten Kindern und Jugendlichen aufzunehmen und sie individuell zu unterstützen. Dazu sollen mit den Trägern entsprechende Vereinbarungen getroffen werden.“ Auf die Nachfrage einer Mutter unseres Netzwerkes hieß es aus den Reihen des Senats, dass dies auch für eine Unterstützung des Schützlings innerhalb der Familie gelte.

3. Notbetreuung in Kita/Schule

Wenn Möglichkeiten 1 und 2 nicht greifen und es keine weitere Möglichkeit der Betreuung gibt, haben Kita-Kinder mit wesentlich erhöhtem Förderbedarf (B-Status) einen Anspruch auf Notbetreuung – unabhängig davon, ob die Eltern in einem systemrelevanten Beruf tätig sind.

Dies gilt auch für Schüler*innen der sonderpädagogischen Förderbedarfe “Geistige Entwicklung”, “Körperliche und motorische Entwicklung” und “Autismus” mit der so genannten Förderstufe II. Für Kinder, deren Eltern (einer oder beide) NICHT in systemrelevanten Berufen tätig sind, muss die Schulleitung (auf Bitte) eine Prüfung der Anspruchsberechtigung durch die regionale Schulaufsicht veranlassen.

All diese Informationen findet Ihr auch auf der Seite des Landeselternausschuss Berlin – mit empfehlenswerten Vorlagen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen etc.!

Beim Landeselternausschuss Berlin gibt es weitere Infos: https://leaberlin.de/267-aktuelles/3902-kinder-und-jugendliche-mit-behinderung-bzw-foerderbedarf-informationen-zur-corona-krise?fbclid=IwAR3bUWrGAV1_g6GOj3ldfSeAvvXT-t8_5jNg6m5l2joxs-qoNsDyL_mNI4c

Stand 22. 04. 2020