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2021: Das ändert sich ab 1. Januar

Gepostet in Allgemein, und Politik

Behinderten-Pauschbeträge steigen

  • Zum ersten Mal seit 1975 verändert sich der Behinderten-Pauschbetrag. Abhängig vom jeweiligen Grad der Behinderung wird der Pauschbetrag zwischen 384 und 2840 Euro liegen. Bisher waren es zwischen 310 und 1420 Euro.
  • Zudem wird der erhöhte Behinderten-Pauschbetrag auf 7400 Euro (bisher: 3700 Euro) angehoben. Diesen erhalten blinde Menschen sowie Menschen, die als hilflos gelten (mit einem Merkzeichen H im Schwerbehindertenausweis oder mit einer festgestellten Einstufung in Pflegegrad 4 oder 5).

Pflege-Pauschbeträge werden ausgeweitet

  • Wer einen hilfebedürftigen Angehörigen ohne Bezahlung zu Hause pflegt, kann bei der Steuer einen Pflege-Pauschbetrag geltend machen. Setzte das Finanzamt hierfür bisher pauschal 924 Euro an, wird dieser Betrag im Steuerjahr 2021 auf 1800 Euro angehoben.
  • Während bislang der Pflege-Pauschbetrag nur bei Schwerstpflegebedürftigkeit (Pflegegrad 4 oder 5) anerkannt wurde, wird 2021 ein Pflegepauschbetrag von 600 Euro beziehungsweise 1100 Euro für die Pflegegrade 2 und 3 eingeführt.

Mehr Kindergeld und höherer Freibetrag

  • Das Kindergeld steigt um 15 Euro pro Kind. Für das erste und zweite Kind bekommen Eltern dann 219 Euro statt bisher 204 Euro pro Monat, für das dritte 225 Euro (bisher: 210 Euro). Ab dem vierten Kind sind es 250 Euro (bisher: 235 Euro). Angehoben wird auch der steuerliche Kinderfreibetrag: Er steigt von 7812 Euro auf 8388 Euro (je Kind für beide Elternteile).

Mehr Geld für Alleinerziehende

  • Der Steuerfreibetrag steigt von 1908 Euro auf 4008 Euro im Jahr. Den Freibetrag gibt es, wenn ein Elternteil mit mindestens einem Kind zusammenlebt, für das ein Kindergeld-Anspruch besteht – und wenn keine Haushaltsgemeinschaft mit einer anderen erwachsenen Person besteht.
  • Alleinerziehenden mit mehreren Kindern steht ein zusätzlicher Freibetrag von 240 Euro pro Kind zu. Dieser Freibetrag wird nur auf Antrag berücksichtigt.

Soli-Abschaffung

  • Nach 30 Jahren entfällt für die meisten Steuerzahler der Solidaritätsbeitrag, kurz Soli. Und der Grundfreibetrag, auf den man keine Steuern zahlen muss, steigt. 2021 liegt er bei 9744 Euro statt bisher 9408 Euro, erklärt die Stiftung Warentest.Quelle: berliner-zeitung.de