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Kindergeld für erwachsene Menschen mit Behinderung: Aktualisierte Neuauflage

Gepostet in Allgemein, und Pinnwand

Für ei­n behindertes Kind können Eltern über das 18. Lebensjahr hinaus und ohne altersmäßige Begrenzung Kindergeld erhalten, wenn das Kind aufgrund einer Behinderung außerstande ist, sich selbst zu unterhalten. Die Feststellung, ob im Einzelfall ein Anspruch auf Kindergeld besteht, ist nicht immer einfach. Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) hat seinen bewährten Ratgeber zu diesem Thema deshalb aktualisiert. Er hat den Rechtsstand von 2016 und erklärt die maßgeblichen Voraussetzungen für den Bezug des Kindergeldes anhand vieler konkreter Beispiele.

Ausführlich geht der Ratgeber in der neuen Auflage auf eine Vereinfachungsregel der Familienkassen ein. Nach dieser vereinfachten Berechnungsweise werden Einkünfte, die dem Kind wegen eines behinderungsbedingten Bedarfs zweckgebunden zufließen – wie zum Beispiel das Pflegegeld – bei der Prüfung des Kindergeldanspruchs nicht berücksichtigt. Verwiesen wird in der Broschüre immer wieder auf Passagen aus der Dienstanweisung zum Kindergeld. Diese Angaben helfen Eltern, ihre Rechte wahrzunehmen, falls es zu Unstimmigkeiten mit der Familienkasse kommt.

Im zweiten Teil des Merkblatts werden die Steuervorteile erläutert, deren Inanspruchnahme vom Bezug des Kindergeldes abhängig ist. Hierzu zählen zum Beispiel der Behindertenpauschbetrag und der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende. Häufig lehnen Familienkassen einen Anspruch auf Kindergeld zu Unrecht ab. Teil 3 des Merkblatts enthält deshalb einen Mustereinspruch, mit dem sich Eltern gegen rechtswidrige Ablehnungsbescheide zur Wehr setzen können.

Das Merkblatt „Kindergeld für erwachsene Menschen mit Behinderung“ steht im Internet unter www.bvkm.de in der Rubrik „Recht und Politik“ kostenlos als Download zur Verfügung.

Wer die gedruckte Version des Merkblatts bestellen möchte, wendet sich an den:
BVKM, Stichwort „Kindergeld“, Brehmstr. 5-7, 40239 Düsseldorf.