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INITIATIVE INKLUSION: Maßnahmen zur Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt

Gepostet in Allgemein, und Pinnwand

GRUNDLAGEN UND ZIELSETZUNGEN

Die zentrale Idee der UN-Behindertenrechtskonvention ist die Inklusion. Sie bedeutet, dass Menschen mit und ohne Behinderungen von Anfang an gemeinsam in allen Lebensbereichen selbstbestimmt leben und zusammenleben. Inklusion ist ein permanenter Prozess, der nicht nur von der Bundesregierung vorangetrieben wird, sondern von allen Mitgliedern der Gesellschaft gestaltet werden muss. Sie geschieht nicht von selbst und nicht einseitig, sie muss von allen gelebt und geleistet werden.

Das Kernanliegen der Bundesregierung ist eine inklusive Arbeitswelt. Doch finden viele Menschen mit Behinderungen keine Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt, viele Jugendliche mit Behinderungen haben Schwierigkeiten, einen betrieblichen Ausbildungsplatz zu finden. Angesichts der demografischen Entwicklung trägt eine verbesserte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben auch dazu bei, dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

DIE INITIATIVE INKLUSION

Mit der Initiative Inklusion, von der Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern, der Bundesagentur für Arbeit, den Kammern, Integrationsämtern und Hauptfürsorgestellen entwickelt, werden insgesamt zusätzlich 140 Millionen Euro mit dem Ziel zur Verfügung gestellt, mehr schwerbehinderte Menschen in reguläre Arbeitsverhältnisse zu vermitteln.

Konkret wird dieses Geld eingesetzt,

• um unter anderem schwerbehinderte Schülerinnen und Schüler umfassend über ihre beruflichen Möglichkeiten zu informieren und zu beraten,

• um mehr betriebliche Ausbildungsplätze für junge Menschen mit Behinderungen und mehr Arbeitsplätze für ältere Menschen mit Behinderungen zu schaffen,

• um Inklusionskompetenz, also besseres Verständnis für Fragestellungen, die sich aus der Inklusion ergeben, bei den Kammern zu fördern.

Die Förderung wird mit Mitteln des vom BMAS verwalteten Ausgleichsfonds finanziert. Die Maßnahmen der Initiative Inklusion orientieren sich an den Forderungen der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen und berücksichtigen die Regelungen des Sozialgesetzbuches, insbesondere des Neunten Buches Sozialgesetzbuch.

Die Initiative Inklusion wird in enger Kooperation des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit den zuständigen Ministerien der Länder in den Jahren 2011 bis 2018 umgesetzt. Die Richtlinie sowie weitere Informationen zu dem Thema Förderungen für Arbeitgeber finden Sie auf der Homepage www.einfach-teilhaben.de.

DIE INITIATIVE INKLUSION SETZT FOLGENDE SCHWERPUNKTE:

Berufsorientierung schwerbehinderter Schülerinnen und Schüler: Es werden 80 Millionen Euro mit dem Ziel zur Verfügung gestellt, jährlich 10.000 schwerbehinderte Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf beruflich intensiv zu orientieren.

Betriebliche Ausbildung schwerbehinderter Jugendlicher in anerkannten Ausbildungsberufen: Es werden 15 Millionen Euro mit dem Ziel zur Verfügung gestellt, 1.300 neue betriebliche Ausbildungsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu schaffen.

Arbeitsplätze für ältere (über 50-jährige) arbeitslose oder arbeitsuchende schwerbehinderte Menschen: Es werden 40 Millionen Euro mit dem Ziel zur Verfügung gestellt, 4.000 Arbeitsplätze zu schaffen.

Implementierung von Inklusionskompetenz bei Kammern: Es werden fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um bei den Kammern, die Ansprechpartner für kleine und mittlere Unternehmen sind, verstärkt Kompetenzen für die Inklusion schwerbehinderter Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu schaffen und durch gezielte Beratung mehr Ausbildungs- und Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen bei den Mitgliedsunternehmen zu akquirieren.

ANSPRECHPARTNER INITIATIVE INKLUSION

Auf der Internetseite http://www.talentplus.de/arbeitgeber/ Foerderung/Sonderfoerderprogramme/ index.html finden Sie weitere Einzelheiten zur Initiative Inklusion.

Download Flyer Initiative Inklusion

Herausgeber: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Referat Information, Publikation, Redaktion, 53107 Bonn