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Gewaltprävention für Mädchen und junge Frauen mit Behinderung

Gepostet in Allgemein, und Jugendgruppe

maedchen sicher inklusivDas Mädchenhaus Bielefeld e.V. hat im Juni 2015 ein dreijähriges Modellprojekt gestartet:
„Gewaltprävention und Gewaltschutz für Mädchen und junge Frauen mit Behinderung/chronischer Erkrankung – Aufklärung, Sensibilisierung, Vernetzung und Hilfe; Entwicklung von Unterstützungsangeboten für Beratungseinrichtungen“,
gefördert durch das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen.

Mädchen und junge Frauen mit Behinderung tragen ein besonders hohes Risiko, Opfer von Gewalt zu werden. Es ist sogar davon auszugehen, dass sie zwei- bis dreimal häufiger sexuellen Übergriffen ausgesetzt sind als der weibliche Bevölkerungsdurchschnitt. So erscheint es als längst überfällig auch Mädchen und junge Frauen mit Behinderung/chronischer Erkrankung in ihrer Vielfalt und ihren unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen im Kontext Gewaltprävention und Gewaltschutz konsequent mitzudenken, sie explizit zu berücksichtigen, sie zu stärken, sie entsprechend willkommen zu heißen und ihnen Teilhabe an Hilfe- und Unterstützungsangeboten zu ermöglichen.

Das Modellprojekt, dass auch den Kurztitel „Mädchen sicher inklusiv“ trägt, bildet die Heterogenität der Zielgruppe unter anderem durch eine barrierearme Webseite ab, die auf Deutsch, in Leichter Sprache und auf Türkisch seit Februar online ist:

www.mädchensicherinklusiv-nrw.de

Der Menüpunkt „Hilfe in NRW“ vermittelt einen landesweiten Überblick über Hilfe- und Unterstützungsangebote, denen im Kontext Gewaltprävention- und Gewaltschutz für Mädchen und junge Frauen eine zentrale Rolle zukommt. Alle aufgeführten Einrichtungen hatten (und haben) die Gelegenheit, Angaben zu ihrem Angebot und zur institutionellen Barrierefreiheit zu machen. Hintergrund ist, Mädchen und Frauen ein Mehr an Transparenz zu vermitteln, damit diese bereits vorab einen Eindruck bekommen, ob die jeweilige Einrichtung ihren individuellen Bedarfen begegnen kann.

Der Webseite inbegriffen ist zudem eine Online-Beratung, die für Mädchen und junge Frauen mit einer Behinderung/chronischen Erkrankung ein niederschwelliges Beratungsangebot darstellt.

Ergänzend bietet das Projekt telefonische Beratung und persönliche Beratung in Bielefeld und Umgebung, im Kontext Gewaltschutz für Mädchen und junge Frauen mit Behinderung/chronischer Erkrankung an und vermittelt bei Bedarf an Facheinrichtungen weiter.

Ziel des Modellprojektes ist es, durch unterschiedliche Angebotsformate verwertbare Ergebnisse für Politik und Praxis zu erhalten, damit spezifische und unterschiedliche Bedarfe sichtbar werden und im Kontext Gewaltprävention und -schutz nachgebessert werden können.

Abschließend wollen wir Sie noch darauf hinweisen, dass unser Info-Material der Webseite beigefügt ist. Sie haben die Möglichkeit, Flyer und Plakate postalisch kostenfrei bei uns anzufordern.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Internet und hoffen, dass wir Ihr Interesse geweckt haben.
Mit herzlichen Grüßen
das Team von „Mädchen sicher inklusiv“

Maya Goltermann (Projektleitung), Lena Friedrichs (Projektmitarbeiterin) und Kathrin Vogt (Projektmitarbeiterin)

Download Flyer Mädchen sicher inklusiv

Download Plakat Mädchen sicher inklusiv