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REHADAT: Infos zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung

Gepostet in Allgemein, Pinnwand, und sonstige Termine

Urteil: Sonderkündigungsschutz offensichtlich?

Einem behinderten Mechaniker wurde betriebsbedingt gekündigt. Gegen diese Kündigung klagte er und berief sich dabei u.a. auf die fehlende Zustimmung des Integrationsamtes, die ihm aufgrund seiner offensichtlichen Schwerbehinderung zustünde. Das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz wies die Klage in zweiter Instanz zurück: nicht nur das Vorliegen einer oder mehrerer Beeinträchtigungen müsste offenkundig sein, sondern auch, dass der Grad der Behinderung auf wenigstens 50 in einem Feststellungsverfahren festgesetzt würde. Warum dies nicht offenkundig war, lesen Sie bei REHADAT-Recht im Volltext des Urteils mit dem Aktenzeichen: 5 Sa 361/16.

Sie finden bei REHADAT mehr als 100 Urteile, in denen es um die Erforderlichkeit der Zustimmung des Integrationsamtes zur Kündigung eines schwerbehinderten bzw. gleichgestellten Menschen geht.


Gute Praxis: Arbeiten mit chronischer Erkrankung

Bei REHADAT-Gute Praxis finden Sie zwei neue Praxisbeispiele von Beschäftigten mit der Krankheit Mukoviszidose. Lesen Sie nach, wie die Arbeit eines Auszubildenden zum Bürokaufmann und eines Juristen gestaltet wurde: www.rehadat-gutepraxis.de.

Beide Beispiele wurden von der Stiftung „aktion luftsprung“ gefördert. Die Stiftung will jungen chronischen Schwersterkrankten helfen, einen ihren Stärken und Neigungen entsprechenden Beruf, ob mit Studium oder Ausbildung, zu finden. Betreut werden Jugendliche mit systemischen chronischen Erkrankungen, wie Mukoviszidose, Morbus Crohn, Rheuma und MS. Mehr unter: www.aktion-luftsprung.de.


DVBS-Projekt iBoB: Berufliche Bildung für blinde und sehbehinderte Arbeitnehmer

Der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) hat das Projekt iBoB gestartet. iBoB steht für „inklusive berufliche Bildung ohne Barrieren“ und will blinden und sehbehinderten Arbeitnehmer/innen die Teilhabe an beruflicher Fort- und Weiterbildung erleichtern. Mehr dazu bei REHADAT-Forschung mit der Referenznummer R/FO125772.

Tipp: Bei REHADAT-Forschung finden Sie 60 Modell- und Forschungsprojekte zum Thema „berufliche Bildung“.


Knapp 1.000 Integrationsfirmen in Deutschland

REHADAT hat die 6. Auflage des Verzeichnisses der Integrationsfirmen online gestellt – mit insgesamt knapp 1.000 Unternehmen und damit 120 neuen Einträgen! Hier können Sie das Verzeichnis direkt downloaden: www.rehadat-adressen.de.

Die Firmen bieten für behinderte Menschen Arbeitsplätze mit tariflicher oder ortsüblicher Bezahlung und ermöglichen den Einstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Hier erfahren Sie mehr über Integrationsfirmen: www.rehadat-adressen.de/de/arbeit-beschaeftigung/integrationsfirmen


Verzeichnis der Werkstätten veröffentlicht

Die Bundesagentur für Arbeit hat das Verzeichnis der anerkannten Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) veröffentlicht, das u.a über die Auftragsarbeiten und Eigenprodukte der Werkstätten informiert. Die aufgeführten Werkstätten sind nach Bundesländern geordnet. Das Verzeichnis wird jedes Jahr durch REHADAT erstellt. Hier geht es zum PDF-Verzeichnis der BA: www3.arbeitsagentur.de.

Tipp: im REHADAT-Werkstättenportal finden Sie zusätzliche Informationen über die Werkstätten, wie z.B. Werkstattporträts und Bildungsangebote: www.rehadat-wfbm.de.

Statistik zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen

Die Bundesagentur für Arbeit hat die Beschäftigungsstatistik schwerbehinderter Menschen für das Jahr 2015 veröffentlicht. Die Statistik basiert auf den Daten, die jährlich im Rahmen der Schwerbehindertenanzeige von den Arbeitgebern bei der Agentur für Arbeit angegeben werden.

Im Jahr 2015 gab es in Deutschland zum Beispiel 156.306 beschäftigungspflichtige Arbeitgeber, bei denen 1.057.978 Pflichtarbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen besetzt waren. Insgesamt wurde eine Quote von 4,7 Prozent erreicht: je größer das Unternehmen, desto höher die Erfüllung der Quote. Die höchsten Quoten erreichten die öffentliche Verwaltung, der Bergbau sowie der Fahrzeugbau. Die niedrigsten Quoten waren in der Land-/Forstwirtschaft, dem Gast- und dem Baugewerbe zu finden.

Die wichtigsten Ergebnisse sowie Verweise auf die Quellen finden Sie bei REHADAT-Statistik: www.rehadat-statistik.de

 

HWK Ulm unterstützt bei Inklusion: Praxisleitfäden für Handwerksbetriebe

Die Handwerkskammer Ulm berät Handwerksbetriebe bei der Inklusion von Menschen mit Behinderung. Im Rahmen dieser Beratung sind zwei neue Handreichungen für Betriebe und Ausbildungsbetriebe mit dem Titel „Inklusion im Handwerk“ erschienen.

Darin werden zum Beispiel folgende Fragen beantwortet: Wie passen Handwerk und Auszubildende/Beschäftigte mit Behinderung überhaupt zusammen? Wer unterstützt Arbeitgeber bei der Suche nach Bewerbern? Welche Fördermöglichkeiten gibt es? Welches sind die arbeitsrechtlichen Besonderheiten?

Die Handreichungen sind auch jeweils in Leichter Sprache veröffentlicht worden. Alle kostenlosen Downloads finden Sie hier: http://www.hwk-ulm.de/beratung/inklusion.html.
BMAS-Bericht bewertet Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Das BMAS hat seinen Abschlussbericht mit der Evaluation von Leistungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben veröffentlicht. Der Bericht erörtert aus der Sicht von Rehabilitanden und Rehabilitandinnen im Förderkreis der Bundesagentur für Arbeit, inwiefern Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben dazu beitragen, die Beschäftigungsfähigkeit und soziale Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu fördern. Zudem liefert er Erkenntnisse zu individuellen Erfolgsdefinitionen von Maßnahmen, zu Erfahrungen mit verschiedenen Akteuren im Rehabilitationsprozess, zum Vereinbarkeitsmanagement während der beruflichen Rehabilitation sowie zum allgemeinen Erleben des Rehabilitationsprozesses.

Hier geht es zum Download: www.bundesregierung.de

 

Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung

Das Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG) ist im April 2017 in Kraft getreten. Es sorgt für mehr Qualität bei Hilfsmitteln wie Rollstühlen und Prothesen und unterstreicht die wichtige Rolle der Therapieberufe (z.B. Physiotherapeuten). Die Ausnahmeregelung für einen Leistungsanspruch auf Brillengläser wird ebenfalls erweitert.

Mehr Informationen finden Sie hier: www.bundesgesundheitsministerium.de.

Symposium „Exklusiv INKLUSIV – Inklusion kann gelingen“

„Inklusion kann gelingen“: Unter dem Motto steht das Symposium der Inklusionswirkstatt Mecklenburg-Vorpommern an der Hochschule Neubrandenburg am 22.06.2017 von 10 – 18 Uhr.

Das Symposium richtet sich an alle an Inklusion interessierten Personen und Organisationen. Sie erwartet ein vielfältiges und inhaltsreiches Programm in 6 Denk- und Diskussionsräumen, Posterpräsentationen, eine Begehung der Inklusionswirkstatt M-V sowie eine Ausstellung über Frieda Nadig.

Mehr Informationen finden Sie hier: www.hs-nb.de/exklusiv-inklusiv

 

REHADAT – Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Projektleitung: Petra Winkelmann
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
Postfach 10 19 42, 50459 Köln
Besucheranschrift: Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845, Fax: 0221 4981-99845
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